Vorsorge/ Finanzen

Kapitalbindende Lebensversicherung - die Deutschen lieb(t)en sie

Ob als Absicherung der Familie, Kapitalanlage oder Altersvorsorge - die kapitalbildende Lebensversicherung ist nach wie vor Deutschlands beliebteste Vorsorgeform. Rein theoretisch besitzt jeder Bundesbürger "vom Baby bis zum Greis" eine Police. So hoch ist nämlich die Zahl der abgeschlossenen Verträge. Der große Vorteil: sie kombiniert die Todesfallabsicherung mit einem Sparvorgang. Die von Ihnen gewählte Versicherungssumme wird also entweder beim Todesfall an die begünstigte Person ausgezahlt, oder als einmaliger Kapitalertrag nach Ablauf der Vertragslaufzeit. Doch die Begeisterung für die Kapital-Lebensversicherung hat in den letzten Jahren gelitten: Jede zweite Police wird vorzeitig gekündigt. Die Gründe dafür liegen in der Hartz IV-Gesetzgebung und den ständig sinkenden Garantiezins (aktuell 2,25 Prozent). Viele Deutsche setzen lieber auf renditestarke Anlageformen und sichern das Todesfallrisiko über eine preisgünstige Risiko-Lebensversicherung ab.

Übersicht: Das leistet die kapitalbildende Lebensversicherung

Beim Todesfall wird nach Ablauf einer gewissen Sperrfrist (oft drei Jahre) die

  • vereinbarten Versicherungs-Summe und die bis dahin angefallenen Gewinnanteile an die begünstigte Person ausgezahlt. Die Sperrfrist gilt nicht bei Unfalltod, hier erfolgt eine Auszahlung bereits im ersten Jahr
  • Bei einer langen Laufzeit des Vertrages (über 12 Jahre) und einer Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr unterliegen nur 50 % der Zins-Erträge einer individuellen steuerlichen Belastung.

Unser Tipp: Verlassen Sie sich beim Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung nicht auf die versprochenen hohen Gewinnbeteiligungen, auf die Sie keine rechtlichen Anspruch haben. Garantiert ist nur der Garantiezins in Höhe von 2,25%.