Vorsorge/ Finanzen

Berufsunfähigkeits-Versicherung: der wichtigste Schutz für Ihre Existenz

Erschreckend aber wahr, über 400.000 Deutsche müssen jedes Jahr vorzeitig ganz aus ihrem Beruf aussteigen. Der Grund: Berufsunfähigkeit. Die gesetzliche Absicherung ist in den letzten Jahren dramatisch reduziert worden. Wer nach dem 2. Januar 1961 geborenen wurde, bekommt keine Berufsunfähigkeitsrente mehr. Die neue Erwerbsminderungsrente erhalten Sie nur in voller Höhe, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, drei Stunden am Tag irgendeine, auch unqualifizierte, Arbeit auszuführen. Die Folge: Haben Sie zuvor als leitender Angestellter gearbeitet, müssen Sie nun eine unqualifizierte Tätigkeit, zum Beispiel als Parkplatzwächter oder Pförtner auszuüben.

Übersicht: Das leistet die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU)

Wenn Sie berufsunfähig werden, hat das gravierende finanzielle Folgen, denn. das ganze Einkommen fällt in der Regel weg. Auch die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung (die Durchschnitts-Berufsunfähigkeitsrente in den alten Bundesländern bei Männern liegt gerade mal bei ca. 610 EUR) reicht nicht aus, um diese Lücke zu schließen.  Dafür brauchen Sie eine BU-Police.

Wichtig: Darauf sollten Sie beim Abschluss einer BU-Police achten

  • Sechs-Monats-Pognose: Das heißt: Gezahlt wird, sobald der Arzt die Berufsunfähigkeit für "voraussichtlich sechs Monate" prognostiziert
  • Max. fünf Jahre Rücktrittsrecht: Wurden Gesundheitsfragen versehentlich falsch beantwortet, sollte die Versicherung trotzdem höchstens fünf Jahre lang vom Vertrag zurücktreten dürfen
  • Verweisungsverzicht: Der Versicherte gilt als berufsunfähig, wenn er seinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann. Der Versicherer verzichtet also darauf, ihn auf andere Berufe zu verweisen. So muss ein berufsunfähiger Chirurg nicht als Pförtner arbeiten.