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Britische und deutsche Lebensversicherungen - wo liegen die Unterschiede?

 

Der britische Gesetzgeber hat es den Gesellschaften leicht gemacht: Im Gegensatz zu deutschen Lebensversicherern (diese dürfen max. 35 % des Sparvermögens in Aktien investieren) können die Briten bis zu 100% in Aktien investieren und damit langfristig eine höhere Rendite erzielen. Im Gegensatz zu deutschen Versicherungen, die in der Vergangenheit an der Börse massiv "Schiffbruch" erlitten haben, profitieren die dabei Briten von ihren über 200-jährigen Investment-Erfahrung.

Die Kursschwankungen bei britischen Policen werden dadurch ausgeglichen, indem den Policen jährlich eine Mindestverzinsung gutgeschrieben wird, vergleichbar dem deutschen Garantiezins. Sollte die tatsächliche Wertentwicklung jedoch über dieser Mindestverzinsung liegen, wird am Jahresende zusätzlich ein Bonus gutgeschrieben. Dieses Smoothingverfahren garantiert, dass auch kurzfristige Krisen an der Börse nicht zu einer Gefahr für die Anleger werden.

Die deutschen Lebensversicherer garantieren aktuell eine Mindestverzinsung von 2,25% über die gesamte Laufzeit, die durchschnittliche Rendite liegt derzeit zwischen 2,75 und 4 %.
Die erwartete Rendite bei britischen Policen liegt jedoch bei 6 bis 10%.
Wenn man diese Unterschiede hochrechnet auf eine Laufzeit von 30 Jahren, wird schnell klar, warum immer mehr Deutsche sich für britische Policen entscheiden. Übrigens: Kursschwankungen braucht der Anleger nicht zu befürchten: Alle Policen lassen sich auch über Euro-Basis führen.