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Risiko-Lebensversicherung: Schummeln verboten

 

"Du sollte kein falsches Zeugnis geben, gegen deinen Nächsten", dass 9. Gebot gilt auch gegenüber der Versicherung, denn diese legen gerade bei der Risiko-Lebensversicherung absoluten Wert auf die Wahrheit. Wer hier nicht alle Vorerkrankungen bzw. Risiken offen auf den Tisch legt, wird eine böse Überraschung erleben. So erging es auch Ursula U., die nach dem Tod ihres Mannes an Hirntumor, fest mit der Auszahlung der Risiko-Lebensversicherung rechnete. Doch die Versicherung weigert sich und bekam Recht vom Oberlandesgericht Saarbrücken.

Der Grund: Bei Vertragsabschluß hatte ihr Mann vergessen anzugeben, dass er unter Bluthochdruck litt. Was viele nun als Kleinigkeit ansehen, sah das Gericht und die Versicherung ganz anders. Ihrer Ansicht nach sollte jedem Menschen bekannt sein, dass Bluthochdruck das Risiko von schwerwiegenden Folgekrankheiten (wie z.b. einen Infarkt) erhöht. Da er dies bei Vertragsabschluss nicht angegeben hatte, war sein Verhalten fahrlässig. Die Konsequenz: Die Versicherung kündigte den Vertrag, Frau Ursula U. erhielt keinen Cent.

Unser Tipp daher: Lassen Sie sich nicht vorschnell zum Vertragsabschluß drängen, denn die Folgen tragen Sie später ganz alleine. Besprechen Sie vorab mit Ihrem Hausarzt Ihre Krankenakte und lassen Sie sich diesen Krankheitsverlauf bestätigen.