Archiv der Kategorie ‘Krankenversicherung‘

Gesetzliche Kassen benachteiligen Dicke

Montag, den 5. Februar 2007

Übergewicht zählt zu den gefährlichsten Zivilisationskrankheiten in den westlichen Ländern. Die Folgeschäden aufgrund von Übergewicht belasten die Kassen der Krankenkassen im erheblichen Masse. Vor diesem Hintergrund sollte man denken, dass die gesetzlichen Krankenkassen jedes Mitglied unterstützen, das sein Gewicht durch Diät und Sport reduziert. Aber dies ist nicht immer der Fall.

Im konkreten Fall hatte ein Mann durch viel Disziplin und Sport sein Körpergewicht um 70 Kilogramm reduziert. Die Folge waren aber auch schlaffe Hautfalten im Bereich von Brust, Bauch und Oberschenkeln. Doch der Wunsch des Mannes, diese Hautfalten durch eine Bodylift-Operation entfernen lassen, stieß bei seiner Krankenversicherung auf wenig Gegenliebe. Diese verweigerte die Kostenübernahme für die Operation. Und das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt gab der Versicherung sogar Recht.

Den Richtern nach handle es sich weder um eine Krankheit noch um eine körperliche Anomalie. Auch die Tatsache, dass der Mann durch seine Gewichtsreduktion erheblich zur Gesundheitsverbesserung beigetragen hatte, spielte für das Gericht keine Rolle.

Selbst wenn der Mann infolge seines Körperzustandes psychisch erkrankt, muss die Versicherung die Operation nicht bezahlen - dafür jedoch die Kosten für eine Psychotherapie. Da verstehe noch einer die deutsche Justiz…

Heroin auf Krankenschein?

Freitag, den 26. Januar 2007

In einer Pressemitteilung vom 26. Januar 2007 fordert die FRAKTION DIE LINKE. im Bundestag, dass die Heroinvergabe an Schwerstabhängige bundesweit gesetzlich geregelt werden muss.

Aktuell beteiligen sich sieben Städte in Deutschland an einem Heroinmodell, dass die kontrollierte Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige regelt. Während sich zum Beispiel die CDU-Führung der Stadt Frankfurt am Main für eine Fortführung des Projektes ausspricht, ist die CDU/CSU-Bundestagssfraktion gegen eine Weiterführung des Projektes.

Aufgrund der kommunalen Selbstverwaltung entscheiden aber die Städte in eigener Regie, ob sie das Modell fortführen. In Frankfurt ist übrigens geplant die kontrollierte Heroinvergabe für weitere drei Jahre fortzuführen.

Krankenhaus-Tagegeld

Dienstag, den 2. Januar 2007

Wer heute für längere Zeit ins Krankenhaus muss, sollte eine gut gefüllte Geldtasche mit nehmen. Denn neben der täglichen Eigenbeteiligung in Höhe von bis zu 10 Euro kommen auch eine Reihe von Extrakosten auf Sie zu: Das beginnt bei der Taxifahrt und endet mit einer Reihe von mittlerweile kostenpflichtigen Serviceleistungen des Krankenhauses. Viele Versicherungen empfehlen deshalb den Abschluss einer Krankenhaus-Tagegeld-Versicherung. Diese zahlt im Fall eines Krankenhausaufenthaltes bis zu 50 Euro täglich.
Dies könnte sich insbesondere für ältere Menschen lohnen. Künftige Mütter sollten sich jedoch rechtzeitig entscheiden, denn bei Ihnen gilt eine Wartezeit von acht Monaten. Und auch ältere Menschen, sollte diese Versicherung rechtzeitig abschließen, denn das Höchsteintrittsalter beträgt 65 Jahre.

Deutsche Zähne müssen nicht verreisen

Montag, den 4. Dezember 2006

Geiz ist geil - diese Idee hatte auch eine gesetzliche Krankenversicherung. Ihre Mitglieder sollten sich zunächst bei einem deutschen Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan erstellen lassen und dann auf Rat der Krankenkasse eine kostengünstige Behandlung im Ausland in Anspruch nehmen.

Auf ihrer Homepage der Krankenkasse gab es dann auch eine Reihe von kostengünstigen Zahnarztpraxen in Polen, Ungarn und Tschechien - direkt zum Anklicken. Die Richter am SG in Stuttgart fanden diesen Service gar nicht so lustig. Sie fanden, es ist nicht der Auftrag der Krankenkassen, über den gesetzlichen Auftrag hinaus bestimmte Zahnärzte zu empfehlen.

 

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