Gesetzliche Kassen benachteiligen Dicke

Übergewicht zählt zu den gefährlichsten Zivilisationskrankheiten in den westlichen Ländern. Die Folgeschäden aufgrund von Übergewicht belasten die Kassen der Krankenkassen im erheblichen Masse. Vor diesem Hintergrund sollte man denken, dass die gesetzlichen Krankenkassen jedes Mitglied unterstützen, das sein Gewicht durch Diät und Sport reduziert. Aber dies ist nicht immer der Fall.

Im konkreten Fall hatte ein Mann durch viel Disziplin und Sport sein Körpergewicht um 70 Kilogramm reduziert. Die Folge waren aber auch schlaffe Hautfalten im Bereich von Brust, Bauch und Oberschenkeln. Doch der Wunsch des Mannes, diese Hautfalten durch eine Bodylift-Operation entfernen lassen, stieß bei seiner Krankenversicherung auf wenig Gegenliebe. Diese verweigerte die Kostenübernahme für die Operation. Und das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt gab der Versicherung sogar Recht.

Den Richtern nach handle es sich weder um eine Krankheit noch um eine körperliche Anomalie. Auch die Tatsache, dass der Mann durch seine Gewichtsreduktion erheblich zur Gesundheitsverbesserung beigetragen hatte, spielte für das Gericht keine Rolle.

Selbst wenn der Mann infolge seines Körperzustandes psychisch erkrankt, muss die Versicherung die Operation nicht bezahlen - dafür jedoch die Kosten für eine Psychotherapie. Da verstehe noch einer die deutsche Justiz…



Einen Kommentar schreiben

 

Bad Behavior has blocked 4 access attempts in the last 7 days.