Ohne private Absicherung droht Pflegenotstand
Donnerstag, den 22. Februar 2007Die 1995 eingeführte gesetzliche Pflegeversicherung steht schon längst an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Dies wissen nicht nur Politiker, die noch für 2007 eine Reform planen (anderer Name für Beitragserhöhungen), sondern auch die Mehrzahl der Bundesbürger. Dies kommt in einer Studie von psychonomics zum Ausdruck, nach der 48% eine zusätzliche private Pflegeversicherung für wichtig halten. Doch wie sieht die Realität aus? Bislang haben nur ganze 5 Prozent der Deutschen eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Rechnet man noch die Gruppe derer mit, die den Abschluss planen, so bleibt der Wert immer noch unter 10%.
Dabei wird gerade das Thema “Pflege im Alter” gravierende Auswirkungen in der Zukunft haben. Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung wird sich auch der Aufwand für Pflege erhöhen. Dabei gilt bereits jetzt die Formel: Ob Pflegestufe I, II oder III, ob ambulant oder stationär, die gesetzliche Pflegeversicherung kommt nur für die Hälfte der Kosten auf. Den Rest muss die betroffene Person selbst finanzieren, entweder aus eigenem Vermögen heraus oder mit Unterstützung durch Kinder und Enkelkinder. Rosige Zeiten sehen anders aus.